Rolle von Melanie Peschel:
Als Leiterin des Arbeitspakets 2.7 – Partizipation in komplexen Strukturen mit Partikularinteressen – habe ich mit einem siebenköpfigen Team der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. die gesamte Bürger- und Stakeholderbeteiligung des Konsortiums konzipiert und gesteuert.
Budget des Arbeitspakets: 2,7 Mio. Euro.
Kernstück war die Kommunikationsstrategie und Mitmachplattform „Ich bin Zukunft" – ein niedrigschwelliger Zugang für alle Bevölkerungsgruppen, vom Mieter bis zum Bürgermeister. Ergänzt durch ein breites Spektrum an Dialogformaten: vom Tram-Talk in fahrenden Münchner Straßenbahnen, einer Solarfährenfahrt über den Bodensee als schwimmender Workshop-Raum über Lokale Akteure-Dialoge in 9 C/sells-Citys bis hin zu Ministerdialogen auf Bundesebene.
Parallel erfolgte eine umfangreiche Sozialforschung: 9 qualitative Fokusgruppen und eine repräsentative Forsa-Bevölkerungsbefragung mit 1.205 Teilnehmenden. Die Erkenntnisse flossen direkt in die energiepolitischen Positionspapiere des Konsortiums ein.
Als Co-Autorin des Abschlussbuches „1,5° Csellsius" (2020) habe ich die Ergebnisse der Partizipationsarbeit wissenschaftlich dokumentiert. Ein Podcast mit Fachgesprächen, bei denen Projektleiter Dr. Ole Langniß und ich Gastgebende waren, hat diese Erkenntnisse zusätzlich verwertet.
Ergebnis:
Die Projektergebnisse wurden in Ministerkonferenzen mit dem Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums sowie den Energie- und Umweltministern aus allen drei Bundesländern präsentiert. C/sells gilt heute als Referenzprojekt für partizipative Energiewende-Projekte in Deutschland.
Zu den Projektpartnern zählten u.a. die Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und TenneT sowie zahlreiche Verteilnetzbetreiber wie die Netze BW oder die Stadtwerke Schwäbisch Hall.