Referenzen

Projekte, die zeigen, was strategische Dialog-Architektur in der Praxis bewirkt.

Transformation gelingt nicht durch Ankündigungen. Sie gelingt, wenn die richtigen Gespräche zur richtigen Zeit mit den richtigen Akteuren geführt werden – strukturiert, zielgerichtet, politisch anschlussfähig. Die folgenden Projekte zeigen, wie das aussieht.

Referenzen ANGEWANDTE FORSCHUNG: Reallabore als Testfeld der Energiewende

Melanie Peschel als Speakerin

C/sells – Partizipationsarbeit im größten Energiewende-Schaufensterprojekt Süddeutschlands

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie | SINTEG Förderprogramm | 2017–2020

Ausgangslage:
Ein Großkonsortium mit über 50 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, einem Projektbudget von 80 Mio. Euro, hochkomplexen technischen Inhalten – und einer Bevölkerung in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, für die Begriffe wie intelligente Energienetze oder zelluläre Energiesysteme praktisch nicht existieren. Ohne gesellschaftliche Verankerung und politische Legitimation hätten die Projektergebnisse keine Anschlussfähigkeit auf Landes- und Bundesebene gehabt.

Rolle von Melanie Peschel:
Als Leiterin des Arbeitspakets 2.7 – Partizipation in komplexen Strukturen mit Partikularinteressen – habe ich mit einem siebenköpfigen Team der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. die gesamte Bürger- und Stakeholderbeteiligung des Konsortiums konzipiert und gesteuert. 

Budget des Arbeitspakets: 2,7 Mio. Euro.

Kernstück war die Kommunikationsstrategie und Mitmachplattform „Ich bin Zukunft" – ein niedrigschwelliger Zugang für alle Bevölkerungsgruppen, vom Mieter bis zum Bürgermeister. Ergänzt durch ein breites Spektrum an Dialogformaten: vom Tram-Talk in fahrenden Münchner Straßenbahnen, einer Solarfährenfahrt über den Bodensee als schwimmender Workshop-Raum über Lokale Akteure-Dialoge in 9 C/sells-Citys bis hin zu Ministerdialogen auf Bundesebene.

Parallel erfolgte eine umfangreiche Sozialforschung: 9 qualitative Fokusgruppen und eine repräsentative Forsa-Bevölkerungsbefragung mit 1.205 Teilnehmenden. Die Erkenntnisse flossen direkt in die energiepolitischen Positionspapiere des Konsortiums ein.

Als Co-Autorin des Abschlussbuches „1,5° Csellsius" (2020) habe ich die Ergebnisse der Partizipationsarbeit wissenschaftlich dokumentiert. Ein Podcast mit Fachgesprächen, bei denen Projektleiter Dr. Ole Langniß und ich Gastgebende waren, hat diese Erkenntnisse zusätzlich verwertet. 

Ergebnis:
Die Projektergebnisse wurden in Ministerkonferenzen mit dem Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums sowie den Energie- und Umweltministern aus allen drei Bundesländern präsentiert. C/sells gilt heute als Referenzprojekt für partizipative Energiewende-Projekte in Deutschland.

Zu den Projektpartnern zählten u.a. die Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW und TenneT sowie zahlreiche Verteilnetzbetreiber wie die Netze BW oder die Stadtwerke Schwäbisch Hall.

Albrecht Reuter Fichtner

Dr.-Ing. Albrecht Reuter

Gesamtprojektleiter C/sells, Gründungs-Vorstand Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V., Geschäftsführer Fichtner IT Consulting GmbH

Melanie Peschel hat die Partizipationsarbeit bei der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V. für Deutschlands größte Modellregion für intelligente Energienetze (SINTEG Projekt C/sells) nachhaltig gestaltet und geprägt. Kreativität, Umsetzungsorientierung und Fokus auf den Dialog mit allen Interessensgruppen waren besondere Fähigkeiten, die ich hier hervorheben möchte. Ich empfehle gern Melanie Peschel als PR-Expertin für Energiewende- und Klimaschutz insbesondere für den Einsatz bei Non-Profit-Organisationen und Projektentwicklung auf Landes- oder kommunaler Ebene. 

Seit Fukushima 2011 arbeite ich für die Energiewende – seit 2015 als Gründerin von Tracemaker und von 2017 bis 2020 als Leiterin der Partizipationsarbeit im Bundesförderprogramm C/sells | SINTEG. Das war Feldarbeit. Mit guter Ernte an Erkenntnissen. Die bringe ich gern auch in Ihr nächstes Projekt ein." — Melanie Peschel

Logo Smart East Karlsruhe

Smart East – Reallabor für die Energiewende in der Stadt

Konsortium aus KIT, FZI Forschungszentrum Informatik, Seven2one Informationssysteme und Stadtwerken Karlsruhe | 2021–2023
Gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Ausgangslage:
Ein technisch hochinnovatives Forschungskonsortium transformiert ein Gewerbequartier im Karlsruher Osten in ein smartes, energieoptimiertes Stadtquartier – mit Sektorkopplung, Smart Metering, PV-Ausbau und neuen Ladekonzepten für Elektromobilität. Das Problem: Technische Exzellenz allein sichert weder politische Sichtbarkeit noch gesellschaftliche Legitimation. Und beides ist Voraussetzung für Anschlussförderung.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Wir haben die begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Stakeholder-Einbindung des Reallabors konzipiert und umgesetzt. Schwerpunkt waren zwei aufeinander aufbauende Formate im Rahmen der landesweiten Energiewendetage Baden-Württemberg: Vor-Ort-Führungen durch das Reallabor mit Visualisierungen der Energieflüsse auf Monitoren – zugänglich gestaltet für Fachpublikum, Stadtgesellschaft und politische Entscheidungsträger gleichermaßen.

Beide Veranstaltungen wurden von Staatssekretär Dr. André Baumann vom Umweltministerium BW begleitet – eine politische Präsenz, die dem Projekt Gewicht und Öffentlichkeitswirkung gab, die über das Konsortium selbst hinausreichte.

Ergebnis:
Das Projekt wurde 2023 erfolgreich abgeschlossen. Im Quartier wurden die CO2-Emissionen um 270 Tonnen jährlich reduziert (17%). Zwei Start-ups entstanden direkt aus dem Projekt heraus.

Entscheidend: Smart East gewann im Anschluss EU-Horizon-Förderung im Programm WeForming – und ist nun vernetzt mit fünf weiteren Reallaboren aus elf europäischen Ländern, darunter Griechenland und Portugal. Ein Projekt, das in Karlsruhe begann, wirkt jetzt auf europäischer Ebene.

Portrait von Christoph Schlenzig

Dr. Christoph Schlenzig

Initiator und Gesamtprojektleiter Reallabor Smart East Karlsruhe, Gründer und Inhaber Seven2one Informationssysteme GmbH

Eine sehr kreative und fruchtbare Zusammenarbeit! Es war mir eine Freude, mit Melanie zusammenzuarbeiten.

Referenzen ENERGIEWIRTSCHAFT & INSTITUTIONEN

Logo des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Kampagne „Energiewende machen wir" – 10 Jahre Informations- und Dialogstrategie

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg | 2013–2023

Ausgangslage:
Baden-Württemberg war das erste Bundesland mit einem gesetzlichen Klimaschutzrahmen und dem Ziel Klimaneutralität 2045. Das Problem: Gesetze erzeugen keine Akzeptanz. Um die Energiewende umzusetzen, brauchte das Land eine Bevölkerung, die versteht, was auf sie zukommt – und bereit ist, mitzumachen.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Im Auftrag des Referats Grundsatzfragen der Energiepolitik habe ich über zehn Jahre hinweg die Informations- und Dialogformate der Landeskampagne konzipiert und weiterentwickelt – als Teil eines Projektkonsortiums mit klar definierter inhaltlicher Konzeptionsverantwortung (2013-2015 als Teil von RYSM, seit 2015 mit Tracemaker).

Herzstück war eine digitale Plattform als dauerhafte Anlaufstelle – inklusive einer interaktiven Landkarte, die reale Energiewende-Projekte aus ganz Baden-Württemberg sichtbar machte: Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Vorzeigeprojekte, lokale Initiativen. Die strategische Botschaft: Energiewende ist kein Regierungsvorhaben – sie passiert bereits, vor Ort. Ergänzt wurde die Kampagne durch Präsenzformate wie Marktplatz-Veranstaltungen, deren Konzeption ebenfalls in meiner Verantwortung lag.

Zehn Jahre kontinuierliche Beauftragung meiner Person, zunächst als Niederlassungsleiterin bei RYSM GmbH, dann als Gründerin von Tracemaker sowie Projektpartner der Smart Grids-Plattform Baden-Württemberg e.V.

Ergebnis:
Baden-Württemberg zählt bis heute zu den führenden Bundesländern bei der Umsetzung der Energiewende und gilt bundesweit als Vorreiter – auch für andere Länder und auf Bundesebene.

Logo der Stiftung Energie und Klimaschutz

Urban Talks & Debatten-Abende – Dialogkultur für die Energiezukunft

Stiftung Energie & Klimaschutz | 2015–2025

Ausgangslage:
Eine Stiftung, die im Energiewende-Diskurs eine relevante Stimme haben will, braucht mehr als Publikationen. Sie braucht Formate, die echten Austausch erzeugen – und die Stiftung als glaubwürdigen Ort der Debatte positionieren. Dieses Format gab es noch nicht.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Gemeinsam mit dem Stiftungsteam habe ich das Format der Urban Talks entwickelt: eine zweimal jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe zu konkreten Themen der urbanen Energiewende und des Klimaschutzes. Strukturprinzip: parallele Fachworkshops, deren Ergebnisse in einer abschließenden Podiumsdiskussion zusammengeführt werden.

Ich habe nicht nur das Format gemeinsam mit dem Stiftungs-Team erfunden, sondern jede einzelne Ausgabe neu konzipiert – Themensetzung, Gästeauswahl, Programm – und alle Veranstaltungen moderiert. Seit 2016 fanden ca. 10 Urban Talks statt. Parallel habe ich bei der Konzeption der Debatten-Abende der Stiftung mitgewirkt: 1–2 Mal jährlich, zu aktuellen Themen der Energiewirtschaft und Klimapolitik.

Ergebnis:
Zehn Jahre Zusammenarbeit. Die Urban Talks haben sich als festes Format im Veranstaltungskalender der Energieszene in Baden-Württemberg etabliert.

Holger Schäfer

Vorstand Stiftung Energie & Klimaschutz sowie Leiter Politik und Regierungsangelegenheiten EnBW AG

Ich arbeite seit 10 Jahren mit Melanie in der Stiftung Energie & Klimaschutz zusammen. Was die Zusammenarbeit auszeichnet: Pragmatismus, Kollegialität und Kreativität – und nicht zuletzt absolute Zuverlässigkeit.

Logo der EnBW

Nachhaltigkeitsdialog – Mobilisierung statt Information

EnBW AG | 2023–2025

Ausgangslage:
Ein großes Energieunternehmen will seinen Stakeholdern zeigen: Wir reden nicht nur über Nachhaltigkeit – wir treiben sie aktiv voran. Eine Veranstaltung mit 180 Gästen aus Wirtschaft und Politik soll nicht informieren, sondern Bewegung erzeugen. Das Motto: Durchstarten.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Als Interim-Projektleiterin habe ich den Nachhaltigkeitsdialog 2023 inhaltlich vollständig verantwortet: Formatkonzeption, Programmentwicklung, Speakerauswahl und Koordination aller beteiligten internen Teams sowie externer Dienstleister aus Veranstaltungsorganisation und Messebau.

Zu den programmatischen Highlights zählten eine Keynote des Spiegel-Bestseller-Autors Jan Hegenberg, der Vorstand von German Watch Christoph Bals sowie Nico Rosberg – Formel-1-Weltmeister und Gründer des internationalen Green Tech Festivals – als Panel-Gast, ebenso wie die Parlamentarische Staatssekretärin Franziska Brantner sowie der ehemalige CEO der EnBW AG Andreas Schell. Das Panelgespräch erfolgte in Kooperation mit dem renommierten Verlag DIE ZEIT. Die gesamte Veranstaltung wurde von dem bekannten Journalisten 

Im Folgejahr 2024 wurde die Veranstaltung wiederholt. Ich begleitete den neu verantwortlichen Projektleiter als Sparringspartnerin und sorgte für den Wissenstransfer aus dem Vorjahr.

Ergebnis:
180 Teilnehmende, durchgehend positive Rückmeldungen – insbesondere zur Qualität der Gespräche, neuen Netzwerkverbindungen und der inhaltlichen Inspiration. Dass das Format im Folgejahr wiederholt wurde, spricht für sich.

Katharina Klein hält eine Rede auf dem Nachhaltigkeitsdialog

Katharina Klein

Leiterin Nachhaltigkeit, EnBW AG sowie Sprecherin des Vorstands bei Stiftung Energie & Klimaschutz

Ich arbeite seit mehreren Jahren mit Melanie Peschel zusammen und habe sie als leidenschaftliche Netzwerkerin und kreative Beraterin kennengelernt. Sie setzt sich mit viel Begeisterung für Themen der Energiewende und des Klimaschutzes ein und unterstützt mit innovativen Ideen, strukturierten Lösungsvorschlägen und kommunikativem Feingefühl meine Arbeit und die meiner Mitarbeiter*innen. Vielen Dank Melanie, es macht Spaß, mit Dir zusammen zu arbeiten!

Kommunikationsakademie & Kongress „Beyond CSRD"

Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg | Mai–Dezember 2025

Ausgangslage:
18 kommunale Betriebe – Kliniken, Sozialträger, städtische Unternehmen – stehen vor wachsenden Nachhaltigkeitsberichtspflichten. Das Problem: Ihre Nachhaltigkeitsmanager wissen, was zu tun ist. Aber sie wissen nicht, wie sie intern kommunizieren sollen, damit Nachhaltigkeit zur Unternehmensaufgabe wird – und nicht bei einer Stabsstelle hängen bleibt.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Ich habe für die Klimaschutzstiftung eine modulare Kommunikationsakademie konzipiert und durchgeführt: praxisnahe Trainings zur internen Nachhaltigkeitskommunikation für die Nachhaltigkeitsmanager aller 18 Betriebe, Feedback zu einem gemeinsam erarbeiteten Tool-Koffer sowie kontinuierliches Coaching.

Den Abschluss bildete der Kongress „Beyond CSRD" – über 230 Teilnehmende, bei dem ich Programm mitentwickelt, Speakerempfehlungen eingebracht und die gesamte Moderation übernommen habe. Auf dem Podium: DEKRA, VfB Stuttgart und das Start-up Green Onion.

Wichtige Projektpartner: DEKRA Assurance Services GmbH

Ergebnis:
18 Organisationen mit praxistauglichen Kommunikationstools ausgestattet. Der Kongress positionierte die Klimaschutzstiftung als zentrale Kompetenzstelle für kommunale Nachhaltigkeitskommunikation in Baden-Württemberg.

Julia Kovar

Leiterin Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg

Die Zusammenarbeit hätte besser nicht sein können. Melanie hat die verschiedenen Workshops perfekt vorbereitet und immer den richtigen Ton für die Zielgruppe getroffen. Deshalb haben wir Melanie zusätzlich für die Moderation eines hochkarätigen Events engagiert. Auch die Moderation hat sie professionell, verbindlich und sympathisch abgeliefert. Wir würden jederzeit wieder mit ihr zusammenarbeiten.

Wirksamkeitstag – Nachhaltigkeit als Unternehmensaufgabe

EVO AG | 2025

Ausgangslage:
Ein Unternehmen vermutet, dass Nachhaltigkeitsengagement in der Belegschaft deutlich stärker vorhanden ist als sichtbar – aber das Wissen ist fragmentiert, nie aggregiert und das Nachhaltigkeitsteam arbeitet weitgehend allein. Wie durchbricht man diese interne Isolation?

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Über rund zehn Monate habe ich das interne Nachhaltigkeitsteam der EVO AG bei der Konzeption des ersten Wirksamkeitstags beraten – einem Format, das Bestehendes sichtbar machen und Mitarbeitende zur aktiven Beteiligung einladen sollte. Am Veranstaltungstag selbst habe ich einen der Workshop-Blöcke geleitet.

Ergebnis:
Ca. 100 Mitarbeitende nahmen teil. Das Ergebnis war eindeutig: Das Engagement in der Belegschaft war deutlich breiter verankert als angenommen. Neue interne Allianzen entstanden. Die Nachhaltigkeitsinitiative des Unternehmens gewann an organisatorischer Breite – weg von einer Stabsstelle, hin zu echter Mitträgerschaft durch viele Schultern.

Referenzen ÖFFENTLICHE HAND & KOMMUNALE TRANSFORMATION

Dialogprozess Kommunale Wärmeplanung

Stadt Oldenburg | September 2025 – März 2026

Ausgangslage:
Kommunale Wärmeplanung ist derzeit eines der konfliktreichsten Transformationsthemen in deutschen Städten. Sie berührt Eigentumsfragen, Mietrecht, Infrastrukturplanung und das direkte Lebensumfeld zehntausender Bürgerinnen und Bürger. Wer hier beteiligt, ohne eine klare Prozessarchitektur zu haben, erntet Gegenwind statt Mitgestaltung – und am Ende ein Beteiligungsverfahren, das niemanden bindet.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Ich habe für die Stadt Oldenburg – gemeinsam mit meiner Projektpartnerin coool agency – das gesamte Dialogkonzept entwickelt und alle Formate konzipiert und moderiert:

  • 1 zentrale Auftaktveranstaltung – 130 Teilnehmende
  • 5 Stadtteil-Dialogveranstaltungen – je über 100 Teilnehmende
  • 1 Online-Bürgersprechstunde – 110 Teilnehmende
  • 1 Fachworkshop mit der Wohnungswirtschaft aus Oldenburg

Den Abschluss bildet ein Dialogbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen – direkt adressiert an den Stadtrat der Stadt Oldenburg. Der Bericht wird in einer offiziellen Ratssitzung behandelt und beschlossen.

Wichtige Projektpartner: coool agency

Ergebnis:
Über 700 Bürgerinnen und Bürger sowie institutionelle Akteure (Innung für Sanitär- und Heizungstechnik, Verbraucherzentrale Niedersachsen, EWE Netz GmbH, Unternehmen der Wohnungswirtschaft) haben sich aktiv beteiligt. Die Ergebnisse münden in politisch verwertbare Empfehlungen – kein Schubladenpapier, sondern ein Dokument, das in der Stadtpolitik ankommt.

Peter Zenner

Leiter des Fachdienstes Klimaschutz, Stadt Oldenburg

Melanie Peschel hat mir ihrer Erfahrung sowohl im Bereich Beteiligung als auch in der Kommunalen Wärmeplanung unseren Dialogprozess zum Oldenburger Wärmeplan mit konzipiert. Sie hat eine absolut wertvolle zielgerichtete und niedrigschwellige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Ihre professionelle Moderation hat entscheidend zum Erfolg der Dialogveranstaltungen beigetragen. Und das alles in den vereinbarten Zeitfenstern, super zuverlässig und immer freundlich. Jederzeit wieder, liebe Melanie! Es war eine Freude.

Schwammstadt Bergkamen – Klimaresilienz braucht Akzeptanz und die individuell passende Ansprache

Stadt Bergkamen (NRW), Dezernat Bauen, Stadtentwicklung & Klimaschutz | Projektstart Februar 2026 | Laufendes Projekt

Gefördert im Rahmen des Programms „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft" (KRiS) der Ruhr-Konferenz, koordiniert durch die Zukunftsinitiative Klima.Werk der Emschergenossenschaft/Lippeverband

In Kooperation mit sbc soptim business consult GmbH

Ausgangslage:
Extreme Wetterereignisse – Starkregen, Hitzewellen, Überflutungen – machen einen grundlegenden Umbau der Stadtentwässerung notwendig. Das Schwammstadt-Prinzip erfordert die Abkopplung privater und gewerblicher Flächen vom Mischwassersystem. Das technische Konzept steht. Das eigentliche Problem: Ein erheblicher Teil der betroffenen Flächen befindet sich in Privatbesitz.

Ohne freiwillige Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Wohnungswirtschaft scheitert das Vorhaben – nicht an der Technik, sondern an fehlender Bereitschaft. Klassische Öffentlichkeitsarbeit nach dem Gießkannenprinzip löst das nicht. Sie erreicht die falschen Menschen, schürt ungezielt Widerstände und weckt falsche Erwartungen an den Hochwasserschutz.


Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:

In einer Bietergemeinschaft mit sbc soptim business consult GmbH verantworte ich das gesamte Stakeholder-Management – nach einem Prinzip, das wir konsequent verfolgen: Befähigung vor Beteiligung.

Das bedeutet konkret:

  • Präzise Stakeholder-Analyse und gezielte Direktansprache der wirklich entscheidenden Akteure – insbesondere Wohnungswirtschaft und Grundstückseigentümer im Bereich ausgewählter Gebiete in Bergkamen, sogenannter Betrachtungsräume
  • Strategisches Re-Framing: Das Thema wird nicht als abstrakter Klimaschutz kommuniziert, sondern als konkrete Verbesserung der Lebensqualität – kühlere Quartiere, sicherere Straßen, Aufwertung des direkten Umfelds
  • Evidenzbasierte Dokumentation: Jeder Kontakt soll systematisch erfasst werden, um Mitwirkungsbereitschaft gegenüber Stadtrat und Fördergeber messbar und politisch legitimierbar zu machen
  • Begleitung der Stadtverwaltung durch Moderationskonzepte und vorbereitende Krisenkommunikation für konfliktträchtige Szenarien

Wichtige Projektpartner: sbc soptim business consult GmbH und Björnsen Beratende Ingenieure GmbH

Ausblick:
Das Projekt steht am Anfang. Was bereits jetzt klar ist: Der Erfolg hängt nicht von der technischen Lösung ab – er hängt davon ab, ob die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen bekommen und zur Mitwirkung befähigt werden. Genau das ist der Auftrag.

Diese Referenz wird im Projektverlauf aktualisiert.

Portrait von Sascha Rülicke

Sascha Rülicke

Geschäftsführer und systemischer Coach bei sbc soptim business consult GmbH, Initiator der Kooperations-Plattform Waermeplanung.NRW.

Melanie ist offen, kommunikativ und verlässlich. Wir haben schon mehrfach zusammen gearbeitet und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen. Vielfach interessiert, fachlich fundiert und sehr angenehm im Umgang. Auch bei neuen Themen (z.B. KI) immer auf dem aktuellen Stand.

Wasserstoff-Modellregion Hagen – Öffentlichkeitsarbeit und Stakeholderarbeit

Stadt Hagen | 2023

Ausgangslage:
Ein öffentlich gefördertes Reallabor-Projekt für Wasserstoff kurz vor dem Abschluss – und die Stadtgesellschaft hat kaum Notiz davon genommen. Forschungsergebnisse, die im Abschlussbericht verschwinden, entfalten keine politische Wirkung. Das Projekt brauchte gesellschaftliche Sichtbarkeit, bevor es endet.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:
Im Rahmen des HyExperts-Projekts der Stadt Hagen habe ich die begleitende Öffentlichkeitsarbeit und Stakeholderbeteiligung konzipiert und umgesetzt. Zwei Formate stechen heraus:

Eine Geocaching-Route durch die Region Hagen, die das abstrakte Thema Wasserstoff physisch erlebbar macht – zugänglich, ortsgebunden, für alle Bevölkerungsgruppen.

Der Wasserstoff-Slam – ein Format nach dem Vorbild des Poetry Slams: 60 Teilnehmende, darunter der Oberbürgermeister von Hagen, eine Mischung aus Fachvorträgen und Slam-Beiträgen für ein breites Publikum aus Bürgerinnen und Bürgern, Presse sowie Stadtpolitik und Verwaltung.

Wichtige Projektpartner: sbc soptim business consult GmbH und Becker Büttner Held Consulting AG sowie die Fernuniversität Hagen

Ergebnis:
Positive Presseberichterstattung zwei Monate vor Projektabschluss. Das Vorhaben wurde in der Stadtgesellschaft verankert – mit echtem Interesse statt Pflichtveranstaltung.

„Tracemaker überzeugte von Beginn an durch innovative Ideen und proaktives Handeln. Frau Peschel stellt stets die richtigen Fragen und hat einen Blick für das Wesentliche."
— Nicole Schulte, Klimaschutzmanagerin Stadt Hagen

Energy Check Ulm – Wenn Forschung auf Bürger trifft

Stadt Ulm & Smart Grids-Forschungsgruppe, Technische Hochschule Ulm | seit April 2025 | Laufendes Projekt

Ausgangslage:
Die private Energiewende – Photovoltaik, Wärmepumpe, Wallbox, Elektromobilität – ist für viele Bürgerinnen und Bürger kein Erkenntnisproblem, sondern ein Orientierungsproblem. Die Optionen sind bekannt. Die persönliche Entscheidungsgrundlage fehlt. Stadt Ulm und die Smart Grids-Forschungsgruppe der Technischen Hochschule Ulm entwickeln gemeinsam ein digitales Tool, das genau diese Lücke schließt: Energy Check Ulm – eine interaktive Plattform für die individuelle Energiewendeplanung.

Rolle von Melanie Peschel und Tracemaker:

Ich begleite das interdisziplinäre Projektteam als Beraterin für Bürgerbeteiligung und Kommunikation – an der Schnittstelle zwischen technischer Forschung und realer Nutzererfahrung. In den meisten Digitalisierungsprojekten werden Bürgerinnen und Bürger konsultiert, wenn das Tool bereits fertig ist. Hier ist das anders: Ein strukturierter Bürgerdialog im September 2025 brachte konkrete Nutzerperspektiven auf die Alpha-Version des Tools direkt in die Weiterentwicklung ein – bevor die Plattform in die Breite geht.

Die Zusammenarbeit mit der Smart Grids-Forschungsgruppe der TH Ulm ist dabei fachlich besonders wertvoll: Technische Tiefe und Bürgerverständlichkeit werden hier von Anfang an zusammengedacht – nicht nachträglich übereinander gestülpt.

Ausblick:
Energy Check Ulm befindet sich auf dem Weg in die öffentliche Breitennutzung. Die Verbindung aus angewandter Forschung, kommunalem Auftrag und partizipativem Prozessdesign macht dieses Projekt zu einem Modell für bürgernahe Digitalisierung in der kommunalen Energiewende.

Diese Referenz wird nach Abschluss der Kommunikationsphase aktualisiert.

Das nächste Projekt könnte Ihres sein.

Ich nehme eine begrenzte Anzahl neuer Mandate an – für Projekte, bei denen strategische Dialog-Architektur den Unterschied zwischen Unsicherheit oder Widerstand und Vorwärts-Bewegung macht.

Kontakt: team@tracemaker.de oder melanie.peschel@tracemaker.de.

Melanie Peschel


Tracemaker Strategie- und Kommunikationsberatung 2015-2026

Dialog-Briefing: Architektur der Transformation.


Keine Tipps, keine Checklisten. Sondern fundierte Analysen zur zwischenmenschlichen Kommunikation an der Schnittstelle von Klima, Demokratie und KI. Direkt aus der Praxis der Dialog-Architektur in Ihr Postfach.


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