Schwammstadt Bergkamen: Strategische Bürgerbeteiligung für eine klimaresiliente Stadtentwicklung
Die Transformation zur blau-grünen Schwammstadt ist eine der zentralen Aufgaben moderner Stadtplanung, um den Folgen von Starkregen und Hitzeinseln proaktiv zu begegnen. In der Stadt Bergkamen begleitet Tracemaker zusammen mit Projektpartner sbc soptim business consult GmbH diesen Prozess als Dialog-Architektin im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zur Ermittlung strategischer Gestaltungsräume.
Das Ziel ist ambitioniert: Bis zum Jahr 2040 soll ein Abkopplungsgrad von 25 % vom Abwassersystem erreicht werden, um Regenwasser lokal zu speichern, zu versickern oder zu verdunsten.

Fotocredits: Tracemaker / Schwammstadt Bergkamen
Strategie der „Präzisen Resonanz“ statt Gießkannen-Prinzip
In Bergkamen setzen wir auf das Prinzip der Präzisen Resonanz. Statt einer diffusen Bürgerinformation für die gesamte Stadt konzentriert sich unsere Kommunikationsstrategie gezielt auf die Fokus-Räume, in denen bauliche Maßnahmen reale Betroffenheit erzeugen, und das in zwei konkret definierten Stadtgebieten, in mehreren Analyse-Stufen identifiziert seitens der Stadt Bergkamen zusammen mit dem Björnsen Beratende Ingenieure GmbH.
Unsere Methodik: Zielgruppen-Fokus und Alltags-Übersetzung
Zielgruppen-Fokus: Wir identifizieren Multiplikatoren und Stakeholder mit großem Hebel, von Wohnungsbaugesellschaften bis hin zu lokalen Unternehmen im Gewerbegebiet.
Alltags-Übersetzung: Wir übersetzen komplexe Planungsdaten in eine verständliche Sprache, um Akzeptanz für notwendige Entsiegelungen und Dachbegrünungen zu schaffen.
Und darüber hinaus:
Politischer Schutzschild: Durch transparente Kommunikation begegnen wir proaktiv Widerständen und sichern die Glaubwürdigkeit der Stadtverwaltung.
KI in der Stadtplanung: Das Unsichtbare sichtbar machen
Ein besonderes Highlight dieses Projekts ist der Einsatz von KI-generierten Visualisierungen. Um die oft abstrakten Ziele der Schwammstadt – wie den Weg des Regenwassers vom Dach in die Versickerungsmulde – begreifbar zu machen, nutzen wir innovative Bildkonzepte. Diese Visuals dienen als „Zukunftsbilder“: Sie zeigen den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur technische Pläne, sondern eine erstrebenswerte, lebenswerte Vision ihres eigenen Wohnumfelds.
Experten-Wissen: Was ist die KRiS-Förderrichtlinie?
Das Projekt wird durch die Förderrichtlinie „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ (KRiS) unterstützt – ein zentrales Vorhaben der Ruhr-Konferenz.
Förderziel: Ökologischer Umbau der Metropole Ruhr zur Schwammstadt-Region bis 2040.
Betrachtungsräume: Kommunen bündeln Maßnahmen in Quartieren mit klimatischen Defiziten (z. B. Hitze-Hotspots), um messbare Effekte für das Mikroklima zu erzielen.
Hohe Förderquoten: Für private Eigentümer sind Förderungen von bis zu 80-90 % möglich, für öffentliche Maßnahmen sogar bis zu 100 %.
Extremwetterereignisse als Folge des Klimawandels machen Handeln notwendig
Möchten Sie mehr über das Projekt erfahren? Eine umfassende und sehr informative Projektbeschreibung findet sich auf der Webseite des "Klima-Werks", einer Einrichtung der Emschergenossenschaft / Lippeverband, die zahlreiche Schwammstadtprojekte im Ruhrgebiet als Dachorganisation koordiniert.

Schwammstadt Bergkamen - Projekthomepage - Beispielbild
Innovative Beteiligungsformate für die Infrastruktur-Transformation
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