31. März 2026

Netzausbau bei ÜNB: Warum die neue Netzentgelte-Systematik “AgNes” eine Dialog-Architektur braucht.

Was hat Netflix mit dem Netzausbau zu tun? Mehr, als man ahnt.

Denn wenn die Umstellung auf die neue Netzentgelte-Systematik “AgNes” vollständig zur Realität wird, wird sie in der Fläche spürbarer sein als jede Strompreiserhöhung der letzten Jahrzehnte. Warum? Weil es diesmal nicht nur um Zahlen geht, sondern um den Elefanten im Raum in Sachen Energiewende: Das Gerechtigkeitsempfinden. Das hat Potenzial für ein echtes Drama.

Bisher war die Welt der Netzentgelte ein exklusiver Club für Regulatorik-Nerds. Doch mit AgNes verlassen die Excel-Tabellen den geschützten Raum der Fachabteilungen und treffen mit voller Wucht auf die Lebensrealität von Kommunen, Bürgerinnen und Bürgern. Also Menschen, die sich im Alltag und beruflich in den allermeisten Fällen Nullkommanull um Netzentgelte scheren, ebensowenig wie um den Netzausbau. Aber die Baustellen (Masten, Konverterstationen, Windparks…) und die steigenden Stromkosten: DAS ist definitiv ein heißes Eisen.


AgNes und Netzausbau

Der Gerechtigkeits-Stresstest für Kommunikationsverantwortliche

Was ökonomisch gesehen logisch klingt, ist sozial hochexplosiv. Plötzlich finden sich Menschen, die sich jahrelang als Pioniere der Energiewende begriffen haben, in der Rolle der „Kostenverursacher“ wieder. Wenn aus Überzeugung plötzlich eine finanzielle Mehrbelastung wird, hilft kein „Bürokratiesprech“ mehr.

Sätze wie „Wir bitten um Verständnis für die systemimmanente Anpassung der Netznutzungsentgelte zwecks Lastflussoptimierung“ sind die rhetorische Entsprechung zu einem brennenden Streichholz im Heustadel von Bauer Meier. Auch wenn er seine PV-Anlage schon seit 2006 auf dem Dach hat und Energiewende-Profi in eigener Sache ist: Wer so kommuniziert, hat den Dialog nicht nur verloren, sondern im Gegenteil: Den Widerstand entzündet.

Foto von Melanie Peschel und Michael Krieger, dem Team von VollEinspeiseREADY

Bild: Melanie Peschel und Michael Krieger – Ihr Team für "VollEinspeiseREADY"

Akzeptanz im Netzausbau

Warum wir gerade jetzt in 2026 die soziale Statik neu berechnen müssen

Als Dialog-Architektin - und erfahren aus Projekten wie dem Reallabor SINTEG zur Digitalisierung des Energiesystems - ist mein Ansatz klar: Man baut keine Milliarden-Infrastruktur ohne statische Berechnung. Warum versuchen wir es dann beim wichtigsten Fundament, der Akzeptanz?

Fakt ist: Komplexe Transformations-Vorhaben brauchen kluge Gespräche. Und diese Gespräche brauchen ein Drehbuch. Wenn wir die neuen Narrative nicht an den Zeitgeist und die wandelnden Gegebenheiten anpassen, bricht uns die soziale Statik weg, bevor der erste neue Strommast steht. Und die Kosten für Verzögerungen und Netzengpassmanagement explodieren weiter.

Was wir brauchen, ist keine Alibi-PR, sondern eine Architektur der wirksamen Dialoge:

  1. Blinde Flecken erkennen: Wo kollidiert die regulatorische Logik mit dem lokalen Gerechtigkeitsempfinden?

  2. Denkwende einleiten: Wie transformieren wir technischen Widerstand in zielgerichtete Handlungsfähigkeit?

  3. Resonanz statt Widerstand: Wie erzeugen wir Formate, die nicht nur „informieren“, sondern echtes Engagement ermöglichen?

Genau auf diese drei Hebel haben wir ein neues Programm ausgerichtet – konzipiert für die spezifische Realität von Übertragungsnetzbetreibern.

VollEinspeiseREADY 2026 Präsentationstitelfolie

Die Lösung für Übertragungsnetzbetreiber

“VollEinspeiseREADY”

Gemeinsam mit Kooperationspartner Michael Krieger von dialoge.digital hat Melanie Peschel von Tracemaker ein Programm entwickelt, das genau hier ansetzt.

Gemeinsam sichern wir die Handlungsfähigkeit von ÜNB-Teams vor Ort, wo AgNes erlebbar wird. Unser Anspruch ist hoch: Wir wollen den Netzausbau in „Netflix-Qualität“ liefern und damit ÜNB-Teams endlich den Rahmen geben, den ihre Kommunikationsarbeit verdient: Ohne Werbung, gestochen scharf in 4K- bzw. >220 kV-Qualität, leicht konsumierbar und mit einem roten Faden, dem man auch als Bürgermeister oder Gemeinderätin einer Kommune im Sauerland, Erzgebirge, Schwarzwald oder in der Lüneburger Heide gern folgt.


Startschuss für Übertragungsnetzbetreiber noch in 2026

Michael Krieger und Melanie Peschel stehen mit unserem Transformations-Programm für ÜNB #VollEinspeiseREADY jetzt für Sie in den Startlöchern bereit.

Vorschlag: Spielen Sie doch mal bei Ihrer nächsten Tasse Kaffee oder Tee diesen Gedanken durch:

Was wäre, wenn Ihr zukünftiges Playbook den Netzausbau in attraktiver Netflix-Qualität liefert?

Erste Antworten dazu gibt es in unserer VollEinspeiseREADY-Präsentation - laden Sie das PDF gern herunter als Grundlage für Ihr aktuelles Projekt oder unser nächstes Gespräch. Sie erreichen mich unter Melanie.Peschel@tracemaker.de oder Michael Krieger unter mk@dialoge.digital.

Eine KI-generierte Grafik mit einer Hochspannungsleitung in der Landschaft bei Sonnenuntergang, einem Traktor und einer Frau mit einem Hund als Spaziergängerin

FAQ über Stakeholder-Dialoge im Kontext Energie, Klima, Nachhaltigkeit

Warum sind Stakeholder-Dialoge so wichtig?

Weil Transformation ohne Beteiligung zum Papiertiger wird. Gerade im Klima- und Energiebereich betreffen Entscheidungen viele Menschen direkt - von Kommunalpolitik bis Bürgerinitiative, von Energiekonzern bis NGO. Stakeholder-Dialoge schaffen Verständnis, Vertrauen und Akzeptanz. Sie sind der Schlüssel, um aus Pflicht Kommunikation und aus Kommunikation Veränderung zu machen. Kurz: Wer Stakeholder übersieht, verpasst die Chance auf echten Fortschritt.

Welche Methoden eignen sich besonders gut für Stakeholder-Dialoge im Energiebereich?

Neben klassischen Formaten wie Workshops und Bürgerveranstaltungen sind heute interaktive Formate gefragt: Barcamps, Open Space, Gamification-Elemente wie das Spiel „Keep Cool“ oder das „Klimapuzzle“. Auch Storytelling-Ansätze - etwa bei Science Slams oder in Podiumsgesprächen – wirken Wunder, um komplexe Themen verständlich und emotional anschlussfähig zu machen. Wichtig ist: Das Format muss zur Zielgruppe passen – und Spaß darf’s auch machen.

Was sind häufige Fehler bei Stakeholder-Dialogen und wie vermeidet man sie?

Top-Fehlerliste gefällig? Unklare Kommunikation, zu spätes Einbinden, fehlende Relevanz für die Teilnehmenden und, Klassiker, schlecht vorbereitete Moderation. Unser Tipp: Strategische Planung mit Stakeholder-Mapping, gutem Erwartungsmanagement und der richtigen Portion Empathie. Und ja, auch mal üben, mit Gegenwind umzugehen. Beteiligung ist kein Selbstläufer - aber mit Vorbereitung läuft sie besser.

Dialog-Briefing: Architektur der Transformation.


Keine Tipps, keine Checklisten. Sondern fundierte Analysen zur zwischenmenschlichen Kommunikation an der Schnittstelle von Klima, Demokratie und KI. Direkt aus der Praxis der Dialog-Architektur in Ihr Postfach.


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