19. März 2026

Kommunale Wärmeplanung Hagen: So gelingt Bürgerbeteiligung bei der Wärmewende

Tracemaker entwickelte die Dialogarchitektur für den Bürgerdialog im März 2026 im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen. Ebenfalls Teil unserer Leistung: Die Moderation des Stakeholder-Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Mehr dazu unten und auf der offiziellen Pressemitteilung der Stadt Hagen.

Bürgerdialog zur kommunalen Wärmeplanung in Hagen – Moderation durch Tracemaker

Fotocredits: Franziska Michels / Stadt Hagen

Wärmewende braucht Dialog, Zuhören und Gesprächsangebote

Wärmewende ist kein reiner Verwaltungsakt, sondern eine gesellschaftliche Verständigungsaufgabe, besonders bei emotional aufgeladenen Themen wie steigenden Heizkosten und neuen Gesetzen (wie dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) oder dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz). Für die Stadt Hagen hat Tracemaker zusammen mit Projektpartner sbc soptim business consult GmbH im März 2026 den offiziellen Bürgerdialog zur Kommunalen Wärmeplanung konzipiert und moderiert.

Das klare Ziel: Komplexe Informationen laienverständlich zu vermitteln, Verunsicherung abzubauen und den Weg für eine breite gesellschaftliche Akzeptanz der anstehenden Wärmewende hin zu einer fossilfreien Wärmeversorgung zu ebnen.

Unsere Leistung: Maßgeschneiderte Dialogarchitektur und Moderation

Statt die Bürgerinnen und Bürger mit langen Frontalvorträgen und zähen Podiumsdiskussionen zu überfordern, haben wir das Format umgedreht. Nach einer kurzen, transparenten Einordnung durch die Stadtverwaltung haben wir das Publikum direkt in die Interaktion geführt: Auf dem von uns konzipierten „Marktplatz der Möglichkeiten“ standen die Menschen mit deren individuellen Themen im Mittelpunkt.

Dort orchestrierten wir ein breites Netzwerk regionaler Fachpartner an einem Ort: Von der Verbraucherzentrale NRW über die FernUniversität Hagen, Handwerks-Innung und Haus & Grund bis hin zum lokalen Energieversorger ENERVIE. Mithilfe methodischer Bausteine wie der „Lebendigen Fragen-Wand“ konnten die Teilnehmenden ihre individuellen Anliegen gezielt platzieren. Das Ergebnis war eine enorm hohe Betreuungsdichte in intensiven Einzelgesprächen. Bürgerinnen und Bürger erhielten keine abstrakten Klimaziele, sondern persönliche Antworten, echte Orientierung und konkrete Planungssicherheit für ihr eigenes Gebäude. Genau so kommt die Wärmewende aus der theoretischen Planungsebene erfolgreich im Alltag der Menschen an.

Gamification um Wärmewende spielerisch begreifbar zu machen

Fotocredits: Melanie Peschel | Tracemaker

Methodik mit Mehrwert und einer Portion Gamification

Um die Hürden für die Bürgerbeteiligung so niedrig wie möglich zu halten, integrierten wir gezielte methodische Bausteine in den Veranstaltungsablauf. Mithilfe der „Lebendigen Fragen-Wand“ konnten die Teilnehmenden bereits beim Einlass ihre individuellen Anliegen per Klebepunkt priorisieren und so ein klares Stimmungsbild für den Abend setzen. Spielerische Elemente („Gamification“), wie eine Murmel-Abstimmung von Fraunhofer UMSICHT, luden zusätzlich zu einem unkomplizierten Erstkontakt an den Ständen ein.

Gleichzeitig gewann die Stadtverwaltung durch die dokumentierten Feedbackbögen und Gespräche wertvolle, qualitative Einblicke in die Sorgen der Stadtgesellschaft. Diese Erkenntnisse fließen nun direkt in die finale Ausarbeitung des Kommunalen Wärmeplans ein. Genau so kommt die Wärmewende aus der theoretischen Planungsebene erfolgreich im Alltag der Menschen an.

Leitfaden Partizipation bei der Kommunalen Wärmeplanung

Interessiert am Thema Partizipation und Stakeholder-Management im Kontext der Kommunalen Wärmeplanung und Wärmewende? Fordern Sie unseren neuen Leitfaden an, geschrieben für Stadtwerker und Mitarbeitende in Kommunalverwaltungen wie Umweltämter oder Klimaschutzreferate. Die Leitfaden-Zusendung erfolgt kostenfrei – bitte senden Sie einfach eine kurze Mail an team@tracemaker.de

Wärmewende-Leitfaden für bessere Partizipation kostenfrei verfügbar

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