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6 Jahre Remote-Office – Erfahrungen von Melanie Peschel

Warum ich mein Remote Office so genieße

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Die Corona-Pandemie hat auch mein Remote-Office stark verändert, wie bei den Meisten: Während bis Anfang 2020 die Routine darin bestand, zwischen den Orten zu wechseln – bei Kunden und im Büro von SmartGridsBW während der Projektlaufzeit von C/sells – ist seit März 2020 das Home Office zum Standard geworden. Und ich muss sagen: ich möchte es nicht mehr missen. Ich vermisse nicht die täglich bis zu 140 km Autofahrt mit in Summe 3 Stunden Stau. Morgens Hund in die Hundepension bringen, weil er bei Kunde 1 nicht ins Gebäude darf. Nach drei Stündchen bei Kunde 1 ins SGBW-Büro oder zu anderen Kunden, dann wieder abends Hund von der Pension abholen, dann wieder nach Hause. Das war meist an mindestens drei Wochentagen normal – rückblickend muss ich sagen: Ein Status quo, den ich so für mich nicht mehr erleben möchte. Ich habe mein Work-Live-Balance – der Hund ist das „Live“ dabei – aufrechterhalten durch viele Stunden Autofahrt, Stau, CO2-Emissionen (da damals noch kein E-Auto). Natürlich macht man es sich „nett“ in der Zeit: Telefonieren, Musik hören, Nachrichtensendungen…aber ganz ehrlich: Noch netter ist es, die 2 Stunden stattdessen mit Waldspaziergängen zu verbringen. In denen ich durchaus auch arbeite – durch reflektieren, nachdenken, und, so schräg es klingt: Ideen auch mal ins Smartphone-Diktiergerät einsprechen. Oder auch mal für zwei Stunden nicht zu arbeiten und im Sommer auf den Golfplatz zu gehen. Mit Hund, übrigens.

Ab ins Coworking – ob das wirklich so gut wird?

Meine heutigen Routinen, seit Begriffe wie Lockdown, Kontaktbeschränkungen etc. unser Leben neu prägen, sind deutlich Work-Live-freundlicher. Und dieses Nett-sein-zu-sich-selbst möchte ich nicht mehr aufgeben. Da bin ich nicht alleine, wie Umfragen zeigen. Und die Tatsache, dass ich ich qualitativ mindestens genauso gute Ergebnisse erreichen konnte in dieser Arbeits-Situation wie zuvor zeigt: es muss nicht der Pendel-Wahnsinn sein. Dennoch: immer im Home-Office zu bleiben und Menschen nur noch über MS Teams, Zoom & Co. zu treffen ist einfach nicht: menschlich. Wir brauchen alle soziale persönliche Kontakte ohne Monitor dazwischen, nicht nur privat, sondern auch im beruflichen Kontext. Daher haben wir als Team Tracemaker uns überlegt: Lasst uns ein oder zweimal pro Woche einen schönen Co-Working-Space nutzen. Durch Zufall sind wir nur etwa 30 S-Bahn-Minuten voneinander entfernt. Sogar unser neuer Werkstudent (welcome Benni!) ist dank Semesterticket und guter Bahnanbindung schnell von Münster nach Hilden da und macht die Runde vollständig. Das Glück hat sich gefügt: Wir haben einen neu eröffneten Co-Working-Space gefunden, der sich auszeichnet mit „klein aber fein“, 2G-Zutrittskontrolle, Hund erlaubt, chillige Atmosphäre, schnell im Grünen, wenn man mittags oder nachmittags will. (Im Bild zu sehen: Mein Schreibtisch mit zwei Perspektiven: Sitzend und stehend arbeiten und dabei die Blickrichtung ändern – das weiß ich seit einigen Monaten sehr zu schätzen. Lediglich 60 cm von der Wand wegschieben und den Schreibtisch damit von beiden Seiten nutzbar machen. Und, ein Muss: Abends alles für die Arbeit abräumen, die Pflanzen draufstellen und Hardware, Notizbuch & Co. in den Schrank verstauen.)

Walk Talks, um die Gedanken in Bewegung zu bringen

Ich bin gespannt, wie nach anderthalb Jahren Home-Office der regelmäßige Coworking-Space sich für uns anfühlen wird. Es ist eine fremde Umgebung, wir sind dort Tagesgäste und packen zum Feierabend alles wieder ein, es ist also kein zweites Zuhause. Es ist ein Experiment, auf das ich mich gern einlasse, denn: Neues probieren und vor allem neugierig bleiben, das möchte ich nicht aufgeben. Und gleichermaßen die eigene Komfortzone in Bezug auf Wohlfühl-Umgebung und Carpe-diem-Prinzip weiterhin so ausgestalten, dass es passt. Derzeit sammle ich Ideen, wie wir unsere Coworking-Tage so gestalten können, dass sie uns beflügeln. Normale Tage bestehen zu einem relevanten Anteil aus Video-Calls mit unseren Kunden, insofern: Wir brauchen in den Call-freien Phasen dann gute Ideen, um das gemeinsame Arbeiten in räumlicher Nähe auch „upzugraden“. Walk-Talks mag ich persönlich sehr gerne: Einfach mal eine Runde zusammen spazieren gehen und Berufliches im Gehen besprechen, ohne Monitor und Notizblock. Die Gedanken in Bewegung bringen, im wahrsten Sinne des Wortes. Viel Neues zu erfahren gibt es auch im Fraunhofer Zukunftsforum 2022, an dem wir als Team Tracemaker wieder mitwirken, wie schon in 2019/2020. Inspirations-Quelle pur.

Hybride Rundreise – Inspirationen sammeln auf besondere Art

Mal sehen, wohin uns die neuen Routinen bringen – eines ist sicher: Sie führen weiter zu neuen Ideen und Chancen, die Energiewende aktiv mitzugestalten im beruflichen Kontext. Eine dieser Ideen ist eine hybride Rundreise durch Nordrhein-Westfalen, um das Energieland besser kennenzulernen. Startschuss ist am 10. Januar, unser Team hat sich darauf seit vielen Wochen vorbereitet und wir freuen uns darauf, auf LinkedIn euch mit auf diese Rundreise zu nehmen. Hier geht´s lang – gern jetzt schon auf „Folgen“ klicken und dann werden wir, charmant wie immer, unsere Entdeckungen und Gedanken teilen.

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